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Welch ein Glück!

Von der Kunst, glücklich zu sein

„Geh, und wecke Dein Glück!“ – persisches Sprichwort

Was bedeutet Glück für dich? Was verbindest du persönlich mit diesem kleinen, aber feinen Wort?

Die Meinungen gehen hier sicherlich auseinander: Für die einen bedeutet Glück Gesundheit, ein anderer ist dann glücklich, wenn er reisen und sich neue Kulturen erschließen und wunderbare Landschaften entdecken kann.

Manch einer setzt Glück auch mit materieller Sicherheit oder gar mit Reichtum gleich. Nun, „Geld macht nicht glücklich – aber es beruhigt“, so sagt es zumindest der Volksmund.

Ich habe mir diesmal zur Aufgabe gemacht, das Thema „Glück“ ein wenig genauer zu betrachten. Lass dich also in den nächsten Absätzen ein bisschen „verzaubern“ und glücklich stimmen 😊

Glück = Reichtum?

Viele Menschen verknüpfen Glück mit materiellem Reichtum, denn letztendlich ist nicht von der Hand zu weisen, dass wer über ein gewisses finanzielles Polster verfügt, sich weitaus weniger Gedanken (und Sorgen) zu machen braucht, wie er seine Unkosten und seinen Lebensunterhalt bestreitet.

Geht mal etwas kaputt, wird man es – finanziell abgesichert – leichter ersetzen können, als wenn man buchstäblich jeden Cent dreimal umdrehen muss …

Forschungsberichten zu Folge steigt das Glück, bzw. das Gefühl des Glücklichseins bis zu einer gewissen Einkommensgrenze an, welche sich im Bereich bei ca. 5.000 Euro bewegt. Danach bleibt das Glücksgefühl quasi eine Weile stabil – und hört schließlich (man sollte es kaum glauben) tatsächlich auf.

Erfüllt man sich einen von Geld bestimmten Traum, z. B. ein tolles Auto, eine große Reise oder vielleicht auch eine Immobilie, dann hält dieses Glücksgefühl ca. 3 Monate an – und man ist anschließend wieder so glücklich (oder unglücklich) wie zuvor. Doch wie kommt das?

Glück kommt nicht durch das Erreichen eines Ziels, sondern durch den Moment kreativen Erschaffens! Der Weg ist also das Ziel – und die Aussicht hierauf. Denn ist man am Ende an seinem Ziel angelangt, hält das Glücksgefühl nicht allzu lange an.

Ein Ziel ist kein Ziel 😉

Wenn du ein Ziel vor Augen hast, arbeitest du darauf hin – trägst Dinge zusammen, organisierst, betreibst Logistik, usw. Bei langfristigen Zielen hast du meist länger zu tun und wirst deine Aufgaben vielleicht liebgewinnen, sie wachsen dir ans Herz und werden Teil des alltäglichen Lebens. Routine schenkt auch immer ein bisschen Sicherheit.

Ist das Ziel (das Endergebnis) dann erreicht, wirst du mitunter ein wenig traurig, weil bestimmte Arbeiten als „tägliche Begleiter“ künftig wegfallen; womöglich weißt du anschließend nicht so recht, wohin mit dir selbst.

Im besten Fall hast du dir ein neues Ziel gesetzt; widmest dich neuen Projekten und freust sich darauf! Auf diese Weise kannst du deinem Glücksgefühl immer wieder auf die Sprünge helfen.

Der Kardinalsfehler

Viele Menschen sind davon überzeugt, dass wenn sie erst einmal ein bestimmtes Ziel erreicht haben, sie dann mit einem Mal für immer glücklich sind (und bleiben). Doch ebenso viele Menschen werden davon berichten können, dass diese Annahme ein Trugschluss ist.

Denke nur an Menschen, die durch Zufall zu viel Geld gekommen sind, wie etwa durch einen größeren Geldgewinn oder ein üppiges Erbe. Häufig ist es so, dass das Geld schnell ausgegeben ist und die Menschen am Ende unglücklicher sind als zuvor.

Glück durch Selbstbestimmung

Wir wissen inzwischen, dass Glück nicht viel mit Reichtum zu tun hat, denn auch finanziell gut situierte Menschen können äußerst unglücklich sein … während Menschen mit nur wenig Besitz zuweilen sehr glücklich durch ihr Leben gehen.

Was Menschen zufrieden macht, ist unter anderem die Tatsache, selbst über ihr Leben bestimmen zu können; Aufgaben aus eigenem Antrieb anzugehen (intrinsische Motivation) und dafür auch entsprechend die Verantwortung zu übernehmen.

Dies ist sicherlich auch ein Grund, weshalb du dich für deine Selbstständigkeit entschieden hast.

Es macht Menschen glücklich, gestalten zu dürfen – ob ihr eigenes Leben oder ihr Arbeitsleben; nur wer macht, was er wirklich liebt – was ihm wirklich liegt – wird ein Gefühl echten Glücks entwickeln können.

Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied

Betrachten wir dieses Sprichwort einmal aus einer anderen Perspektive: Wer die Chance hat, in seinen Entscheidungen frei zu sein und entsprechend agieren zu dürfen, hat gleichzeitig auch das Gefühl, sein eigenes Glück in der Hand zu haben – was wiederum glücklich macht. 😊

Das eigene Glück müssen wir „selbst schmieden“ – bist du in deinen Handlungen unfrei oder fremdbestimmt, wirst du damit in der Regel eher unglücklich sein. Denn Glück ist das Ergebnis von selbstbestimmtem Handeln.

Fühlst du dich in deinen täglichen Entscheidungen frei, lebst mit dem guten Gefühl, über dein eigenes Glück zu bestimmen, es zu schmieden – und bist somit vermutlich glücklicher. 😊

Kleine Alltagstipps für mehr Glück

Das kleine Glück – im Laufe unseres Lebens und unserer Erfahrungen ändert sich unser Verständnis von Glück. Wir finden unser kleines Glück etwa im bewussten Genuss einer schönen Tasse Tee oder Kaffee, oder in einem spannenden Buch.

Je älter wir werden, umso mehr erfreuen wir uns auch dem buchstäblichen „Blümchen am Wegesrand“ und finden zu mehr Zufriedenheit.

Was macht noch glücklich? Wie kann man seinem eigenen Glücklichsein ein bisschen auf die Sprünge helfen? … Genau, die Lösung liegt schon in der Frage verborgen, und zwar im Wörtchen „helfen“.

Wir Menschen sind soziale Wesen, dieser genetische Charakterzug entspricht unserer Natur. Ich hoffe, wir bleiben dies auch noch eine Weile. 😉

Sämtliche Dinge, die unsere zwischenmenschlichen Beziehungen stärken, machen glücklich – und zwar den Empfangenden wie auch (meist sogar noch mehr) den Gebenden!

Es sind oft diese kleinen freundlichen Gesten der Hilfsbereitschaft, welche glücklich machen und uns tragen. Nicht umsonst heißt es schließlich: „Geben ist seliger denn nehmen“

Lächle!

Das Interessante ist: Es macht beinahe keinen Unterschied, ob wir aus Freude lächeln – oder dies völlig ohne Grund tun. Denn die Gesichtsmuskeln, welche beim Lächeln zum Einsatz kommen, senden Signale in unser Gehirn, welches augenblicklich Glückshormone ausschüttet.

Glückshormone können auf vielfältige Weise wirken, sie können Angst auflösen, sie wirken Schmerzen sowie Entzündungen entgegen und stärken zudem unser Immunsystem! Möchten wir unser Glück ein bisschen „hinter dem Ofen hervorlocken“, dann sollten wir einfach öfter lächeln … Probiere es doch jetzt gleich einmal aus. 😊

Verzeihe dir selbst Fehler

Es ist erwiesen, dass wir zu anderen Personen oft großzügiger sind als uns selbst gegenüber. Nahezu alle Menschen gehen mit sich selbst härter ins Gericht, als sie das jemals mit anderen Menschen tun würden!

Nun, das Leben läuft nicht immer seidig glatt und rund, manchmal hakt und klemmt es, wenn zum Beispiel ein Fehler passiert ist. Wer jetzt nicht am liebsten restlos zerknirscht im Boden versinken möchte, sondern zu sich sagt: „Ja, ist passiert, kann passieren – aber morgen sieht die Welt schon wieder anders aus!“ – wer also Glück nicht mit „Perfektion“ gleichsetzt, sondern auch mal Fünfe gerade sein lassen kann, geht in jedem Fall glücklicher und entspannter durchs Leben!

Fehler und auch mal ein Rückschlag gehören dazu, davon geht in der Regel die Welt nicht unter!

Sportel ein wenig

Bewegung macht glücklich – ein kleines Workout hier, ein bisschen Radeln da – mit ein wenig Sport kannst du täglich dein Wohlbefinden (und deinen Glückspegel) steigern. Wenn Läufst oder radelst du, hältst du dich zum einen fit, zum anderen setzt du Glückshormone frei, die zum einem Adrenalin abbauen und gleichzeitig den Kopf frei machen.

Mit Bewegung an frischer Luft kannst du tatsächlich einen gesunden Abstand zu allen möglichen Problemen gewinnen und meist auch zu guten Lösungen finden. Für Glücksgefühle ist Bewegung tatsächlich das A und O.

Genieße die Natur

Eine interessante Kunst kommt aus Japan: Shinrin Yoku – die Kunst des „Waldbadens“. Wer viel Stress im Leben erfährt, kann im Wald wunderbar (und bewusst) abschalten, denn sein Mikroklima mit all den würzigen Gerüchen nach Moos, Holz, Harz und Pilzmyzel beruhigt und macht glücklich.

Beim Waldbaden geht es in erster Linie um Entschleunigung – den Wald in seiner heilenden Atmosphäre wahrzunehmen, und zwar mit allen Sinnen! Beobachten, hinhören, riechen – tief einatmen! Hier gibt es keine To-do-Liste, sondern einfach nur Entspannung – und Glückshormone!

Und das zudem völlig gratis! Der „freie Kopf“ ist meist im Paket mit enthalten 😉.

Das Wichtigste zum Schluss: Pflege Familienleben und Freundschaft

Es sind die Beziehungen zu anderen Menschen, die unser Leben farbenfroh und glücklich gestalten. Durch Familie und Freunde erfahren wir Wohlbefinden; Zeit im Kreis der Lieben ist Lebensqualität pur und schenkt uns in der Regel ein tiefes Gefühl von Glück und Zufriedenheit.

Selbst wenn es viel zu tun gibt – die Zeit mit Familie und Freunden ist kostbar und durch nichts zu ersetzen, sie gibt uns Kraft, stärkt unseren Rücken durch Zusammenhalt und hält uns letztendlich psychosozial gesund.

In diesem Sinne wünsche ich dir für heute eine wunderbare Zeit – bis zum nächsten Mal!

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